Hallo meine Lieben <3

Ich habe vor einer Woche erfahren, dass ich einen Bruder bekomme. An sich eine super schöne Sache.

Aber:

  1. Ich wusste nichts davon.
  2. Bin ich fast 26 Jahre und wollte selber bald Kinder.
  3. Ist meine Stiefmama schon im 6 Monat und ich habe es erst jetzt erfahren.
  4. Sind sie gerade jetzt vor einiger Zeit 800 Km weit weggezogen.
  5. Ist mein Vater alles andere als kinderlieb, geduldig und und mit 52 nochmal für das alles Fit genug.
  6. Haben mein Vater und ich kaum Kontakt und nicht mehr so das super Verhältnis, seit dem er auch weggezogen ist. Genau vor dem hatte ich angst.
  7. Haben wir genau zum Entbindungstermin Urlaub gebucht und ich will die Geburt auf jeden Fall nicht verpassen.

Für mich war es einfach ein Schock, eine Überraschung. Klar habe ich den kleinen jetzt schon lieb und freue mich und habe es verdaut. Aber mache mir zugleich die Sorgen wegen meinem Vater. Ich hoffe einfach, da er einen Jungen bekommt, dass diesmal alles anders wird. Zwei Mädchen waren ihm zu anstregend und er war allein erziehend. Diesmal hat er eine Frau die bei ihm bleibt, die ihm alles mit dem Kind abnehmen will. Weil es ihr größter Traum war ein Kind zu bekommen. Sie hat es vor einigen Jahren Jahren oft versucht und hatte 2 Abgänge und das Thema war dann leider erledigt. Nun habe ich nicht mehr daran gedacht und nun ist es passiert. Mir zerreißt es das Herz das der kleine soweit weg wohnen wird. Ich dachte mir vor ein paar Jahren wenn sie ein Kind bekommt sind wir in der nähe, können helfen und alles miterleben. Jedes kleinste Detail. Aber so wird es nun nicht sein. Familie ist mir unendlich wichtig. Wie kann man mit einem Vollzeitjob und 800 Km entfernt den kleinen richtig Kennenlernen. Ich will das er eine Bindung zu mir bekommt. Zudem dachte ich, so könnte ich erkennen ob es dem kleinen gut geht. Damit er genug Liebe bekommt, damit er anders wird als wir. Und er soll sich geliebt fühlen, bestätigt fühlen, wohl fühlen, stark werden und nicht ängstlich. Er soll eine tolle Kindheit haben nicht so wie wir. Die so kalt war und voller angst. Ich werde mich jetzt erstmal an den Führerschein setzen damit ich auch mal für ein Wochenende rüber fahren kann. An dem Tag als ich es erfahren habe. Habe ich mehrfach geweint. Es war mir zu viel. Ich bin direkt danach spontan zur Therapie gegangen. Habe dort das erste mal bei meinem Therapeuten überhaupt geweint aber danach ging es mir besser. Nachdem ich alle meine Sorgen ausgesprochen habe.

Werbeanzeigen

4 Gedanken zu “Hallo meine Lieben <3

  1. lebenunvorhersehbar schreibt:

    Dem kann ich mich nur anschliessen. Lebe Dein Leben, spüre Deine Bedürfnisse und mache das, was Dir gut tut. Beachtenswert ist, das Du eine Bindung zu Deinem Geschwisterchen unbedingt aufbauen möchtest. Das finde ich toll. Über FaceTime kann man heute, wenn man möchte, täglich Kontakt halten, das würde ich Dir empfehlen. Ob täglich oder wöchentlich, das ist Deine Entscheidung. So kannst Du am Aufwachsen gut teilnehmen. Alles Liebe für Dich.

    Gefällt 2 Personen

    • Emily schreibt:

      Vielen Dank. Total lieb. Ich habe ja eine Schwester in meinem Alter und jeder beneidet uns auf unsere besondere Bindung. Wir sind so innig. Darauf bin ich echt Stolz und ich hoffe einfach das es mit ihm auch trotz Entfernung so werden kann. Mit meiner Halbschwester habe ich leider gar kein draht mehr. Aber das liegt auch an der Elterlichen Trennung der Kinder.

      Gefällt 2 Personen

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.